DeArmond Starfire Special


DeARMOND

Starfire Special

Die korrekte Marken-/Modell-Bezeichnung lautet "Starfire Special von DeARMOND by GUILD". GUILD ist großer Name unter den Instrumentenbauern, wenngleich ein Vergleich mit GIBSON oder FENDER nicht passt. Inzwischen hat sich diese Firma wohl auf die Herstellung von Akustik-Gitarren beschränkt, aber das war nicht immer so - eine Zeitlang gab es auch Elektrisches, also Solid Body, Semi-Acoustics und auch E-Bässe. Am bekanntesten dürften wohl die "Starfire"-Modelle sein, die heute auch beachtliche Sammlerpreise erzielen. GUILD verwendete stets Pickups von DeARMOND (jedenfalls ist mir nichts anderes bekannt) und hat diese Firma irgendwann wohl auch aufgekauft. Als es dann mehr und mehr üblich wurde auch preiswerte Instrumente in Fernost herstellen zu lassen, ging auch GUILD diesen Weg und ließ in Korea Neuauflagen der Klassiker (Starfire-Modelle und die X- und M-Serie) unter dem Label DeARMOND bauen ...

Die in Korea gebauten DeARMOND by GUILD-Gitarren waren aber vergleichsweise teuer - was bei EPIPHONE von GIBSON und SQUIER von FENDER deutlich anders aussah. Dafür waren die DeARMONDs aber auch sehr hochwertig und boten kaum Anlass zu Kritik. Dennoch ging das Konzept nicht auf, DeARMOND verschwand von der Bildfläche, um bald darauf mit einigen Modellen (jedoch nicht der "Starfire Special") als SQUIER wieder aufzuerstehen ...  

Meine Starfire Special kostete kurz vor der Jahrtausendwende offiziell DM 1500.-, ich kriegte sie aber für 1200.- Mark, was aber bei Musikinstrumenten und Zubehör eine normale Sache ist (sog. Straßenpreis), und keineswegs darauf hinweist, daß ich beim Feilschen besonders talentiert bin. Gute Bespielbarkeit und ein toller Klang machten sie über Jahre zu meiner "Nummer 1", und sie war auf jeder Bühne fast immer dabei. Wenn man ihr etwas vorwerfen kann, dann ist es das Gewicht, das mit beinahe 4,2 kg doch schon in der gehobenen Les Paul-Klasse liegt. Es mag sein, daß die Voll-Metall-Potiknöpfe noch etwas Zusatz-Gewicht gebracht haben, aber darauf kam es mir - zugunsten besserer Optik - dann auch nicht mehr an ... 

Übrigens - das Schlagbrett (Pickguard) habe ich selbst aus Alu-Blech hergestellt, weil a) keine so speziellen Ersatzteile zu finden sind, und es b) der Gitarre einen helleren, strahlenderen Ausdruck verleiht - hm, schwer zu beschreiben, aber das originale Pickguard war schwarz und aus Plastik und sah ziemlich billig aus. Die Tonabnehmer sind natürlich richtige DeArmonds, wie sie auch beim GUILD-Vorbild verwendet wurden - technisch gesehen sind es Single-Coils, die natürlich auch die Nachteile von Einspulern haben. Im Einzelbetrieb sind also auch Störgeräusche zu hören, die jedoch beim Spielen mit einer Band im Krawall untergehen. Das gehört einfach dazu, und dieser spezielle Single-Coil-Sound entschädigt dafür. Wenn man aber am Toggle-Switch die Mittelposition (beide PU's) wählt, verschwindet wie durch Zauberhand das Rauschen und Brummen völlig. Zauberhand ? Nö, es ist nur ein raffinierter Schaltvorgang, der die beiden Einzelspulen so kombiniert wie es bei Humbuckern (was in etwa "Brumm-Unterdrücker" bedeutet) üblich ist. Leider geht das wieder zu Lasten des typischen Klangs, der zwar nicht völlig dahin ist, aber etwas an Brillianz und dieses besondere Schimmern verliert ...

Auch zu dieser Gitarre ein kurzer Bericht von mir bei den Guitarmanics (das Banner anklicken).

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